Parodontose Behandlung

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Parodontose Behandlung

Parodontitis (landläufig als Parodontose bezeichnet) ist eine bakterielle Entzündung des Zahnfleisches. Sie zählt zu den häufigsten Infektionskrankheiten der Mundhöhle und kann Auswirkungen auf Herz-, Kreislauf-, Atemwegs- und Innere Erkrankungen wie z.B. Diabetes haben. Bekannt ist auch, dass bei Vorliegen einer Parodontitis in der Schwangerschaft die Gefahr einer Frühgeburt um den 6-7 fachen Faktor erhöht ist. Deshalb ist ein Schwerpunkt unserer Praxis die Behandlung der Parodontitis.

Die Ursachen für Parodontitis sind zahlreich. Eine der Hauptursachen – seit Jahren nachgewiesen – ist starkes Rauchen. Die zweite Hauptursache – auch das ist seit Jahren bekannt – ist das Vorhandensein von bakteriellen Belägen, früher als Plaque, heute als Biofilm bezeichnet. Hinzu kommen Risikofaktoren wie Innere Erkrankungen, z.B. Diabetes oder eine genetische Veranlagung (eher selten). Weitergehende Informationen erhalten Sie auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie unter www.dgparo.de.

Ziel einer Parodontitis –Therapie ist die Beseitigung von Zahnfleischtaschen und der bestehenden Entzündung. Die Bakterienlast wird verringert und damit ein weiterer Abbau des Zahnhalteapparates.
Der erste Schritt für eine erfolgreiche Behandlung ist eine optimale tägliche Mundhygiene des Patienten. Die notwendigen Schritte sind im vorigen Kapitel beschrieben.
Außerdem sollte zu Beginn einer jeden Parodontitis – Behandlung eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) durchgeführt werden. Durch die Glättung der Zahnoberfläche kommt es zu einer Verringerung des Biofilmes und damit zu einer kurzzeitigen Reduktion der Entzündung. Parallel zu dieser Initialbehandlung müssen kariöse Zähne versorgt, unzureichende oder defekte Füllungen/Kronen ausgetauscht und nicht erhaltungswürdige Zähne entfernt werden.
Anschließend entfernt der Zahnarzt unter vorheriger Betäubung die Ablagerungen in den Zahnfleischtaschen und glättet die Wurzeloberflächen. Je nach Ausgangssituation wird dieses Vorgehen in mehreren Sitzungen erfolgen.

 

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Einmal behandelt – für immer geheilt?

Da es sich um eine chronische Erkrankung handelt, hängt der langfristige Erfolg entscheidend von der Mitarbeit des Patienten bei der häuslichen Mundhygiene und der regelmäßigen Betreuung durch das Praxisteam ab. Im Rahmen der sog. unterstützenden Parodontitistherapie (UPT) werden die Zähne gereinigt, die Mundhygiene analysiert, die Taschen kontrolliert und ggf. gereinigt. Die Häufigkeit der Nachsorgetermine richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und muss individuell festgelegt werden. Ohne regelmäßige Nachsorge besteht die Gefahr, dass die Erkrankung wiederkehrt und sich die Zerstörung des Zahnhalteapparates fortsetzt.